Meditation pur

Manager meditiert


"Meditation ist immer noch besser, als dazusitzen und nichts zu tun"

  
Ein Spruch, den ich irgendwann mal gehört hatte. Still zu sitzen und die komplette Aufmerksamkeit zum Beispiel auf den Atem zu richten ist eine Möglichkeit mit Meditation zu beginnen. Die dabei auftretenden Gefühle und Gedanken wahrzunehmen, aber einfach weiterziehen zu lassen ohne ihnen eine Bewertung beizufügen ist einer der nächsten Schritte. Dies klingt einfach, ist für den Anfänger in Meditation oftmals eine Herausforderung.

 

Achtsamkeitsmeditation

Diese Art der Meditation hat ihre ca. 4000 Jahre alten Wurzeln in buddhistischen Meditationstechniken. Der Mediziner Professor Jon Kabat-Zinn, der an der University of Massachusetts lehrte, verwendete diese Techniken allerdings unter dem Namen "Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) und machte sie in der westlichen Welt bekannt.

Diese von ihm wiederentdeckte Methode wurde von Psychotherapeuten und Mediziner noch vor einigen Jahren belächelt. Doch weil von einem Medizinprofessor angewendet, wurde sie zu einer angesehenen und hoch gelobten Behandlungsmethode, die auch in deutschen Kliniken Anwendung findet.

 

Was Meditation sonst noch zu bieten hat, wird völlig vernachlässigt. Es ist, als wenn man Dir beibringt, den ersten Schritt zu gehen und Die nicht zeigt, wie du den zweiten machst und man Dir vorenthält, wie du  selbständig Laufen lernen kannst.

 

 

Achtsamkeit ist wichtig, Doch Meditation hat so viel mehr zu bieten.

 Meditation ist dafür da, sich selbst zu erkennen und Frieden mit sich zu schließen. Wenn Du meditierst nimmst Du dein Leben selbst in die Hand. Dazu musst Du bereit sein, denn es könnten sich Schmerzen und Leid zeigen. Meditation ist nach der Definition des ersten "Buddha" (der Erwachte) Siddhartha Gautama der Weg zur Überwindung von Leid und den Ursachen von Leid.

Wir sind erzogen und gewohnt zu Leisten. Meditation bedeutet jedoch ohne Leistungsdruck und ohne Zielvorgabe in die Stille zu gehen, nichts zu erwarten. Denn sonst funktioniert Meditieren nicht. Meditation lernt man auch nicht aus Büchern, Sie funktioniert nicht nicht auf der Ebene von Wissen, sondern auf eigenem Erleben und eigener Erfahrung.

 

Du bekommst ein Gefühl stärkerer Zuversicht. Du brauchst es Dir nicht vornehmen, sondern nach einiger Meditationspraxis wirst Du es verkörpern.

Es braucht Übung. Doch bereits zehn Minuten täglich können genug sein, wenn Du Dir diesen Zeitraum tatsächlich gönnst und Dich wirklich darauf einlässt.

 

Bei allem Hype, der in den letzten Jahren rund um das Thema Meditation, ist es sehr wichtig, sich gut über die jeweiligen Lehrer und Zentren zu informieren. Du brauchst keinen Guru und keinen selbst ernannte Experten. Sondern jemanden, der selbst schon lange meditiert. Claire beispielsweise meditierte bereits als kleines Kind und ist heute über 50.  Sie bietet neben Meditationsseminaren auch individuelle Gespräche und Beratung. Meditieren lernen kann man in vielen Einrichtungen. Doch nicht alle Lehrer sind gleich gut. Wenn Du nicht von selbst in die Stille kommst, wirst Du möglicherweise schnell die Freude daran verlieren oder Dich jahrelang abmühen. Es ist fast unmöglich selbst alles richtig zu machen. Ein Bekannter von mir sagte, dass er seit 20 Jahren meditiert, aber erst seit er mit Claire zusammen meditiere funktioniere es wirklich gut.

 

 

Meditieren führt Dich zu innerer Erkenntnis und zur Teilhabe an universellem Wissen. Du Musst zur Vertiefung Deiner Meditationspraxis nicht nach Indien oder in die Toskana zu reisen - es kann auch in der Südpfalz sein.

 

 

Text von Karlheinz Pflug